Ausstellung

Human Territoriality

100th Meridian, USA © Roger Eberhard

«Human Territoriality» ist das Ergebnis einer dreijährigen Forschungsarbeit des Schweizer Künstlers Roger Eberhard. In dieser hat er ehemalige Grenzorte – sowohl jüngere als auch historische – auf der ganzen Welt fotografiert hat.

Eberhards Bilder stehen in einem Dialog mit Texten, die die grossen und kleinen historischen Episoden im Zusammenhang mit den Fotografien erzählen. Die abgebildeten Grenzen haben sich alle im Laufe der Zeit verschoben, in einigen Fällen nur um Meter, in anderen erheblich. Eroberungen, Friedensverträge, aber auch nicht feindlicher Austausch oder gar Handel haben die Karten immer wieder neu definiert und gezeichnet.

«Roger Eberhards Korpus von rund fünfzig Fotografien, ergänzt durch ihre detaillierten Bildunterschriften, hilft uns so, das proteische Rätsel der Weltkartografie zu erfassen», schreibt das Photoforum Pasquart zur Ausstellung. «Sie erlauben uns, die Instabilität zu erfassen, die diesen vom Menschen geschaffenen Abgrenzungen innewohnt, sowie die geographische, politische und symbolische Bedeutung dieser territorialen Grenzen.»