Ausstellung

Luzern. Fotografiert: 1840 bis 1975

Männergruppe im Wald mit Phonograph und Ziege, Entlebuch, um 1925. Bildnachweis: Josef Aregger, Entlebucherhaus,

«Luzern. Fotografiert: 1840 bis 1975» bietet zum ersten Mal eine Gesamtschau über die Fotografiegeschichte des Kantons.

Die Ausstellung zeigt die Fotografiegeschichte Luzerns in thematischen Kapiteln zu Personen, Landschaft, Presse, Illustrierte, Gewerbe, Industrie, Tourismus und Architektur. Gezeigt werden Bilder von über 80 Fotografinnen und Fotografen, die im Kanton Luzern gewirkt haben.

Die ersten, die das neue Verfahren betrieben, waren in der Stadt Luzern tätig. Es entstanden Ateliers, in welchen sich Fotografen wie Jost Greber oder Jules Bonnet einen Namen machten. Einige ihrer bekanntesten Porträtaufnahmen sind in der Ausstellung zu sehen.

Fotografen vom Land, oft Quereinsteiger, deckten als «Allrounder» die Nachfrage der Landbevölkerung ab. Viele jener Namen sind in Vergessenheit geraten oder wurden nie angemessen für ihr Werk gewürdigt. Auch ihnen soll die Ausstellung gerecht werden.

Auf dem Rundgang durch die Ausstellung bekommen die Besucher*innen nicht nur zeitlose Werke zu sehen, sondern tauchen zugleich in die technische Funktionsweise und Entwicklung des Mediums ein. Eines dieser technischen Highlights ist eine begehbare Camera obscura.

Unter den Exponaten befinden sich zudem Daguerreotypien, Ambrotypien und Stereoaufnahmen. Im Foyer des Museums lädt ein originaler Hintergrund aus einem ehemaligen Wolhusener Atelier dazu ein, sich selbst in Szene zu setzen.

Damit die grundlegenden Erkenntnisse der Ausstellungsrecherche erhalten bleiben, erscheint eine Begleitpublikation zur Ausstellung. Autor der Publikation ist Markus Schürpf, Herausgeber das Historische Museum Luzern. Erschienen ist das Buch im Verlag Hier und Jetzt, Baden.