Fotonacht Bern

Ein Fest der Fotografie

Rund 20 Farbfotografien von Werner Bischof werden an der Fotonacht erstmals ausgestellt. © Foto: Werner Bischof

In Bern steigt am Freitag, 1. November die erste Fotonacht. Das Fest soll die Neugierde und Begeisterung für Fotografie und Kunst wecken und die Vielfalt der Fotografie zeigen. Rund 20 Künstler*innen präsentieren ihre Arbeiten. Zu sehen sind ausserdem bisher unveröffentlichte Farbfotografien von Werner Bischof.

In einem ehemaligen Bananenlager soll am 1. November für einige Stunden die Fotografie in ihrer Materialität gezeigt und gelebt werden. «Das Ziel ist es, für eine Nacht die Fotografie in all ihren Facetten zu zeigen, zu erleben, zu spüren», schreiben Nadine Reding und Miryam Abebe, die mit ihrem Team den Anlass organisieren.

Unveröffentlichte Farbbilder von Werner Bischof

Stattfinden wird die Fotonacht an der Schwarzenburgstrasse 35 in Bern. Das Gebäude, indem Nadine Reding ihr Atelier hat, wird im kommenden Jahr komplett saniert. Somit stehen bis Ende Jahr grosse Lagerräumlichkeiten leer, die für das Fest genutzt werden können.

Highlight werden gemäss den Organisatorinnen bis heute unveröffentlichte Bilder von einem der bekanntesten Schweizer Fotografen des 20. Jahrhunderts sein: Rund 20 Fotografien von Werner Bischof wurden für die Ausstellung vorbereitet. Bei den Bildern handelt es sich um Devin-Farbfotografien, die sich aus jeweils drei Schwarzweiss Negativen zusammensetzen, die mit je einem Rot-, Grün- und Blaufilter aufgenommen wurden.

Bereits 2017 versuchten Marco Bischof – der Sohn von Werner Bischof – und die Fotorestauratorin Nadine Reding finanzielle Mittel zu finden, um den Bestand zu sichern und zugänglich zu machen. Das Projekt wurde nicht mehr weiterverfolgt, blieb aber hartnäckig in den Köpfen. Die Fotonacht soll dies nun ändern und eventuell eine Möglichkeit schaffen, die Negative aufarbeiten zu können.

Ausstellungen und Installationen

Weiter will die Fotonacht verschiedene Generationen von fotografisch Schaffenden eine Plattform geben. Zu sehen sind klassische Ausstellungen und Installationen. Mehrere Fotografierende richten Fotostudios ein, unter anderem mit UV-Licht, Kollodiumfotografien, einer Mondkulisse und in einem Warenlift. Ebenfalls ein Bar- und Loungebereich, Musik, ein Fotoautomat und eine Performance sind vorgesehen.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind Roshan Adhihetty, Akosua Viktoria Adu-Sanyah, Corinne Futterlieb, Tobias Gambaro, Andreas Greber, Denise Haschke, Habibifoto, Olivier Jeannin, Hennric Jokeit, Tom Kummer, Brigitte Lustenberger, Ursula Müller, Elisa Murcia Artengo, Severin Nowacki, Florian Spring, Remo & Lisa Ubezio sowie Simon von Gunten.

Die Fotonacht beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Die Macherinnen freuen sich über eine Kollekte.

www.fotonacht.ch