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Die vfg: Der Verband der kreativen Berufsfotografen

Die Finalist*innen des vfg-Nachwuchsförderpreises 2019 anlässlich der Preisverleihung in der Photobastei. © Foto: Roland Schmid

42mm.ch stellt die Fotografie-Verbände der Schweiz vor. Heute die Vereinigung fotografischer Gestalter*innen vfg. Sie ist einer von mehreren Berufsverbänden für Fotograf*innen in der Schweiz und steht gemäss eigenen Angaben für die kreative Berufsfotografie.

Die vfg ist laut Daniel Rihs vor etwas über 20 Jahren als Abspaltung des Verbandes der Schweizer Berufsfotografen SBF entstanden. Rihs selbst war damals noch nicht dabei, ist aber heute neben Simon Tanner Co-Präsident der vfg. «Am Anfang zählte die vfg vor allem Mitglieder aus den Bereichen Corporate- und Werbefotografie», sagt Rihs. Heute sei die Mitgliederliste durchmischter und enthalte beispielsweise auch Pressefotografen.

Weniger Berufsfotografen

Knapp 200 Mitglieder zählt die Vereinigung aktuell. Die Mitgliederzahl ist in den letzten Jahren allerdings zurück gegangen. Dies liegt gemäss Rihs daran, dass heute viele Fotografinnen und Fotografen nicht mehr ausschliesslich von der Fotografie leben.

«In den letzten Jahren hat sich da sehr viel verändert», sagt Rihs. Die Fotografierenden gehen verschiedenen Tätigkeiten nach, machen zum Beispiel auch Videos. Dies sei auch eine Herausforderung für die Verbände. Sie müssen den geänderten Bedürfnissen nachkommen.

Der vfg-Nachwuchsförderpreis

Eine wichtige Aufgabe sieht die vfg in der Förderung des Nachwuchses. Die Vereinigung richtet jedes Jahr den vfg-Nachwuchsförderpreis aus. Der Preis zeichnet aus allen Eingaben zehn Arbeiten aus, welche im Laufe des Jahres an mehreren Ausstellungen gezeigt werden. «Der Nachwuchsförderpreis ist zu einer vielbeachteten Plattform für junge Fotograf*innen geworden und der Katalog ist inzwischen ein beliebtes Sammlerobjekt», sagt Daniel Rihs.

Der erste Platz ist mit 5000 Franken dotiert, der zweite und dritte Preis sind Sachpreise. Eingabeberechtigt sind alle aus der Schweiz stammenden oder in der Schweiz lebenden Fotograf*innen. Das Alter ist auf 39 Jahre begrenzt. Das Thema ist frei wählbar.

Der eingestellte Swiss Photo Award

Bis vor einem Jahr prämierte ausserdem der Swiss Photo Award – vfg.selection jährlich herausragende Arbeiten der Schweizer Fotografie. Der Preis wurde aufgrund mangelnder Sponsoreneinnahmen, rückläufiger Teilnehmerzahl und Veränderungen im Arbeitsumfeld der Berufsfotografie eingestellt.

Gemäss vfg-Präsident Daniel Rihs arbeitet die Vereinigung – zusammen mit anderen Institutionen – zurzeit an der Entwicklung eines neuen Wettbewerbs.

Regelmässige Bildersoirées

Wichtiger Treffpunkt der vfg-Mitglieder sind die Bildersoirées. Diese bieten Gelegenheit für beruflichen und persönlichen Austausch und Vernetzung. Zuletzt war Ende November die Deutsche Fotografin Ute Mahler zu Gast. Sie zeigte Werke aus vierzig Jahren professioneller Arbeit, gab aber auch Feedback zu ausgewählten Arbeiten eines Projektwettbewerbs.

«Es ist vor allem dieser physische Austausch, den die Mitglieder der vfg schätzen», stellt Daniel Rihs fest. Neben der Vernetzung bietet der Verband seinen Mitgliedern gewisse Arbeitshilfen, etwa eine Preisliste oder Vorlagen für Modelverträge. Angeschlossene Fotograf*innen können spezielle Angebote verschiedener Versicherungen nutzen, etwa für Ausrüstung, Motorfahrzeuge, Haftpflicht oder Rechtsschutz. Sie profitieren weiter von Rabatten bei Workshops und einzelnen Händlern. Der Verband setzt sich zudem für politische Anliegen und für die Ausbildung der Fotograf*innen ein.

https://vfg.ch/

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