Ausstellung

Meisterwerke der modernen Fotografie 1900-1940

Backstroke, 1930, Kate Steinitz © Steinitz Family Art Collection

Das MASI Lugano zeigt erstmals in Europa die Sammlung Thomas Walther des Museum of Modern Art, New York. Die Auswahl von über zweihundert Fotografien der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigt, wie Fotograf*innen jener Jahrzehnte die Grenzen des fotografischen Ausdrucksvermögens immer wieder sprengten.

«Nie wurden die kreativen Möglichkeiten der Fotografie so intensiv und fruchtbar erforscht wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts», heisst es in der Vorschau zur Ausstellung. Fotografinnen, aber auch viele bildende Künstler experimentierten mit dem neuen Medium. Sie entwickelten die stilbildenden Techniken, welche bis heute die Grundlage ambitionierter fotografischer Gestaltung bilden. 

Die Ausstellung zeigt ikonische Bilder der amerikanischen (Alfred Stieglitz, Edward Steichen, Paul Strand, Walker Evans, Edward Weston) und europäischen (Karl Blossfeldt, Brassa1, Henri Cartier-Bresson, Andre Kertesz, August Sander) Klassiker der Modeme.

Besonders unterstreicht die Sammlung Walther die zentrale Rolle der Frauen in der frühen modernen Fotografie mit Werken von Berenice Abbott, Marianne Breslauer, Claude Cahun, Lore Feininger, Florence Henri, lrene Hoffmann, Lotte Jacobi, Lee Miller, Tina Modotti, Germaine Krull, Lucia Moholy und vielen anderen.

Die Ausstellung lässt mit Meisterwerken der Fotografie des Bauhaus (EI Lissitzky, Lucia Moholy, Laszl6 Moholy-Nagy), des Konstruktivismus (Aleksandr Rodchenko, EI Lissitzky) und des Surrealismus (Man Ray, Maurice Tabard, Raoul Ubac) und von mehr als hundert weiteren Vertreterinnen und Vertretern der fotografischen Avantgarden der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts erfahren, wie sich die Fotografie ihre zentrale Position im Feld der visuellen Künste errungen hat.