Museum für Gestaltung Zürich

Sebastião Salgado – Genesis

Ausstellung Sebastião Salgado – Genesis im Museum für Gestaltung, © ZHdK

Gletscher, Robben, endlose Dünen oder der Regenwald des Amazonas: Noch bis am 23. Juni ist im Museum für Gestaltung Zürich die Ausstellung „Genesis“ von Sebastião Salgado zu sehen.

Der französisch-brasilianische Fotograf Sebastião Salgado hält in seinen Schwarz-Weiss-Bildern noch unberührte Winkel der Erde fest. „Mit seiner fotografischen Dokumentation intakter Flora und Fauna und indigener Völker führt er uns sowohl die Majestät als auch die Verletzlichkeit unserer Umwelt deutlich vor Augen“, schreibt das Museum für Gestaltung Zürich zur Ausstellung.

Das Genesis-Projekt sei Sebastião Salgados politischer Appell an die Zivilisation, einen Teil des Planeten in seiner Ursprünglichkeit und faszinierenden Diversität zu bewahren. Innerhalb von acht Jahren hat Salgado 32 Reisen an solche Orte unternommen – in kleinen Propellerflugzeugen, zu Fuss, mit dem Schiff, im Kanu und im Fesselballon.

Vom Amazonas bis in die Antarktis

Die aus diesen Reisen entstandene Ausstellung ist inhaltlich in fünf Kapitel mit insgesamt 245 Fotografien unterteilt: Planet South zeigt die Galapagosinseln mit Seelöwen, Kormoranen, sowie den Südatlantik mit Pinguinen und Walen in der Antarktis. In Sanctuaries bereist Sebastião Salgado isolierte, artenreiche Zonen wie Madagaskar, Sumatra und West-Papua und porträtiert die Bewohner der Mentawai-Inseln sowie das Volk der Korowai.

In Africa bewegt er sich zwischen Grosswild, Dünenwogen, Lava und inmitten des Nomadenvolks der Dinka im Sudan. An den Northern Spaces faszinieren Sebastião Salgado grosse Rentierherden am Polarkreis, die Kamtschatka-Halbinsel, die zerklüfteten Bergmassive Alaskas und die vom Eis gezeichneten Menschen samt ihrer Schlitten, Hunde und Zelte. Amazônia schliesslich präsentiert Alligatoren und Jaguare an den Flussläufen des Amazonas, sowie das Volk der Zo’é im Dschungel Brasiliens.

Visueller Weckruf

Genesis will auf die ökologischen und geologischen Veränderungen der Welt in den letzten 50 Jahren aufmerksam machen und das Bewusstsein des Einzelnen für die Vielfalt der Erde und die Notwendigkeit für deren Erhalt schärfen. „Über die beeindruckende Ästhetik seiner Bilder schafft Sebastião Salgado eine starke Emotionalisierung jenseits von Moral und Pädagogik“, so das Museum.

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