Ausstellung

reGeneration4

© Yuan Jin, von der Serie Grow from Elapses, 2016-2017

ReGeneration widmet sich neuen Tendenzen der internationalen Fotografie und deren Herausforderungen im Museum. Das seit 2005 alle fünf Jahre aufgelegte Projekt findet zum vierten Mal statt. Vor dem Umzug ins neue Gebäude soll es als Schwelle zwischen einer wertzuschätzenden Vergangenheit und einer sich allmählich abzeichnenden Zukunft dienen.

Statt die Exponate – wie bisher – in Kunst- und Fotohochschulen auszuwählen, hat das Musée de l’Elysée Kontakt zu den ehemaligen 180 beteiligten Fotograf*innen der ersten, zweiten und dritten Runde aufgenommen, um deren Entwicklung mitzuverfolgen und sie zu bitten, mögliche Teilnehmende für reGeneration4 vorzuschlagen.

«Die für reGeneration4 eingereichten Arbeiten haben bestätigt, wie formbar Fotografie ist, wie vollkommen unterschiedlich sie aufgefasst wird und, mehr noch, welche Offenheit von einem der Fotografie gewidmeten Museum erwartet wird», schreibt das Museum.

Im Vordergrund dieser Ausgabe stünde nicht, die grossen Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie abzubilden, sondern vielmehr danach zu fragen, welche zentralen Anliegen Fotograf*innen eigentlich umtreiben. Eine im Vorfeld zu reGeneration4 durchgeführte Befragung habe einige dieser Anliegen zutage gefördert.

Vier der Themen bilden nun das Rückgrat der Ausstellung: Umweltschutzbelange; Gleichheits- und Genderfragen und speziell die Konstruktion weiblicher Identität; die Bedeutung des Digitalen, vor allem bei der Verbreitung von Bildwerken und die wirtschaftliche Herausforderung für Fotografen aller Couleur in einer immer schwieriger werdenden Gesamtsituation.

Die vier Themen treten als Bildthemen aber auch als Hauptanliegen bei der Projektentwicklung in Erscheinung. So entwickelt das Musée de l‘Elysée seine erste umweltbewusst konzipierte Ausstellung. Im Bereich Chancengleichheit gab die Ausschreibung den 180 kontaktierten Fotografen vor, jeweils die gleiche Anzahl weiblicher und männlicher Kandidaten zu benennen. Weiter will das Museum auch die wirtschaftlichen Aspekte allen künstlerischen Arbeitens berücksichtigen. Zu guter Letzt gibt es bei dieser Runde erstmals ein virtuelles Pendant zur Ausstellung in Form eines Online-Auftritts.